Rohkakao und Artenschutz: Unser Beitrag für mehr Biodiversität

Rohkakao und Artenschutz: Unser Beitrag für mehr Biodiversität

August 4, 2026Viktoria Pohl

Für Takamanda Kakao steht das Ursprungsland an erster Stelle  

Kakao ist hierzulande beliebt. Rund 3 Kilogramm verspeist jede und jeder Deutsche pro Jahr – mit erheblichen Folgen für Flora und Fauna. Welches Umweltrisiko bringtherkömmlicher Kakao-Anbau mit sich?  Wie gelingt nachhaltige Kultivierung? Wir zeigen, wie wir Kakao-Genuss mit ökologischer Verantwortung vereinen.1 


Der Kakaopreis-Irrtum: Weshalb wir den falschen Fokus setzen 
Im Februar dieses Jahres lag der Kilopreis bei etwa drei US-Dollar. Dieselbe Menge Kakao kostete 2024 zeitweise über 12 US-Dollar. Faktoren wie Ernteausfälle und steigende Nachfragen verursachen die für den weltweiten Kakaomarkt typischen Preisschwankungen. Sobald sich diese im Supermarkt bemerkbar machen, landenmerklich weniger Kakaoprodukte in den Einkaufswagen. Während wir uns in Europa über teurere Schokolade und Co. ärgern, bleibt die strukturelle Schieflage im Kakaohandel oft unsichtbar.  

Häufig gerät in Vergessenheit, welche Auswirkungen niedrige Endverbraucherpreise auf die Menschen in den Anbauländern im globalen Süden haben. Als einer der weltweit größten Kakao-Importeure und -Verarbeiter treibt Deutschland Artensterben und Entwaldung in den Herkunftsregionen an.2 


Warum wir unsere Aufmerksamkeit aufs Anbaugebiet lenken müssen 
Mit rund 300.000 Tonnen Kakao pro Jahr belegt Kamerun den fünften Platz der globalen Top-Produzenten. Großflächig angelegte Kakao-Plantagen prägen das Landschaftsbild des zentralafrikanischen Staats. Die Monokultur steht im starken Gegensatz zu Artenvielfalt und zerstört den Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Der Cross River Gorilla steht sinnbildlich für die Umweltzerstörung durch den konventionellen Kakaoanbau in Kamerun und anderen Anbauländern. Circa 250 Individuen des vom Aussterben bedrohten Menschenaffen leben noch in kamerunischen Takamanda-Nationalpark, unserem Namensgeber. Dieser Biodiversitätsverlust ist die direkte Konsequenz der bisherigen Sichtweise auf Kakao-Kultivierung und -Konsum. Mit weniger Billigprodukten auf dem Markt und mehr Unterstützung für Mensch und Umwelt in den Anbauregionen können wir in Europa einen wertvollen Beitrag leisten, dies zu ändern. 


Wie trägt Takamanda Kakao zum Artenschutz bei? 
In unserer Manufaktur bei Freiburg im Breisgau stellen wir unsere Rohkakao-Pralinen, Pure Beans sowie Rohkakaonuggets und -Pearls, in Handarbeit her. Den Großteil des Kakaos beziehen wir dafür aus Kamerun. Plantagenwirtschaft lehnen wir bei Takamanda Kakao strikt ab. Deshalb gewinnen wir unsere Kakaobohnen ausschließlichaus Wildbeständen. Unsere Partner-Landwirtinnen und -Landwirte ernten dabei lediglich einen Teil des Wildkakaos. Außerdem kultivieren sie bestehende Kakaosorten und andere Pflanzen, die die regionale Flora und Fauna stärken und Ökosysteme rund um den Takamanda National Park schützen. Kamerunische Naturschutzinitiativen wie Aufforstungsprojekte, Forschung zur Tier- und Habitatstruktur sowie infrastrukturelle Maßnahmen unter Berücksichtigung sensibler Lebensräume subventionierenwir. 


Wie unterstützt Takamanda Kakao die Menschen vor Ort? 
Mit jedem verkauften Pralinenglas engagieren wir uns nicht nur für den Erhalt des vulnerablen Ökosystems, sondern fördern auch gemeinnützige Projekte in Kamerun. Investitionen in Bildung stärken die Gemeinden vor Ort und fördern ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit. Um die Eigenständigkeit unserer kamerunischen Partnerinnen und Partner zu stärken und stabile Anbau- und Lebensbedingungen für Kleinbäuerinnen und -bauern zu schaffen, setzten wir auch auf höhere Preise für erstklassigen Kakao. Durch direkte Partnerschaften mit den Landwirtinnen und Landwirten – ohne Umwege über Zwischenhändler – stellen wir eine faire und transparente Preisgestaltung unserer Rohkakao-Produkte sicher. Die Erlöse unserer Anbaupartner hängen von Saison, Region und Erntemenge ab. Deshalb verzichten wir bewusst auf Fixpreise. Sie bergen das Risiko, dass Landwirtinnen und Landwirte steigende Produktionskosten nicht weitergeben können und auf ihnen sitzen bleiben.   

Unser Ansatz reduziert den Preisdruck entlang der Wertschöpfungskette, entlastet unsere Partner und sorgt für finanzielle Planungssicherheit. Daraus entsteht eine Win-Win-Situation für Mensch und Natur: wertschätzende Vergütung für einen bedachten Umgang mit Tier- und Pflanzenwelt. 




Mehr Blogbeiträge